Vorsorge (Fluoride)

Verwendung von Fluoriden für die Kariesvorbeugung

Experten sind sich einig, dass Fluoride in geringer Dosierung ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Kariesprävention ist. Der hauptsächliche Effekt wirkt dabei auf der gereinigten Zahnoberfläche. Deshalb ist die fluoridierte Zahnpasta die günstige und zugleich effektivste Maßnahme zur Kariesvorbeugung. Es gilt aber zu beachten, dass eine zu hohe Fluoridaufnahme die Zahnfluorose erzeugt. Sie ist gekennzeichnet durch weiße bis braune Verfärbungen in Form von Flecken oder Streifen auf der Zahnschmelzoberfläche. Sie wird häufig in Kombination mit der systematischen Einnahme von Fluoriden, z.B. in Form der Fluoridtabletten, beschrieben. Auch erhöht das Verschlucken der Zahnpasta bei Kleinkindern das Risiko für dentale Fluorose. Demzufolge ist die altersgerechte Dosierung von Zahnpasta bis zum Alter von 7 Jahren streng zu kontrollieren!

Unsere Empfehlungen zum Zahnputzverhalten lauten:

  • Das Zähneputzen sollte an allen Zahnoberflächen durchgeführt werden und bei Vorschulkindern über eine Minute dauern.
  • Kinder sollten es vermeiden, nach dem Zähneputzen mit viel Wasser zu spülen.
  • Kinderzähne sollten mit einer weichen Zahnbürste manuell oder elektrisch putzen.
  • Die zweimal tägliche Anwendung von Fluorid-Zahnpasta wird empfohlen.

Empfehlungen zur Anwendung fluoridierter Zahnpasten

  • Kinder mit Durchbruch des ersten Zahnes bis zum 2. Geburtstag sollten 2 mal täglich mit einer erbsengroßen Menge fluoridierter Kinderzahnpasta (500 ppm Fluorid) oder alternativ mit einer reiskorngroßen Menge höher dosierter Erwachsenenzahnpasta (1000 ppm Fluorid) putzen.
  • Kinder vom 2. bis zum 6. Geburtstag sollten 2 mal täglich mit einer erbsengroßen Menge fluoridierter Zahnpasta (1000 ppm Fluorid) putzen.
  • Kinder im Alter über 6 Jahren sollten 2x täglich mit einer über die volle Länge des Borstenfeldes reichenden Menge Erwachsenenzahnpasta (1450 ppm Fluorid) putzen.

Gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) empfehlen wir zusätzlich fluoridiertes Speisesalz mit Beginn der Teilnahme des Kindes an der Familienverpflegung.

Mundgesund vom ersten Milchzahn an

Wir empfehlen ausdrücklich die von der Bundeszahnärztekammer zusammen mit der Firma Colgate verfasste Patienteninformation „Mundgesundheit von Anfang an“. Sie richtet sich an Eltern und enthält wichtige Ratschläge für eine gesunde, ausgewogene Ernährung und für die Zahnpflege von Kindern. Die Patienteninformation ist auf der Website der Bundeszahnärztekammer abrufbar.

Patienteninformation „Mundgesundheit von Anfang an“

Auf der Website vom Arbeitskreis Zahngesundheit Westfalen-Lippe sind gut verständliche Erklärvideos zum Zähneputzen gelistet:

Erklärvideos zum Zähneputzen (Arbeitskreis Zahngesundheit)

Weiter empfehlen wir den folgenden Artikel von Natascha Plankermann

„Spaß am Schrubben: so wird Zähneputzen zum Kinderspiel“

Prophylaxe in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist für werdende Mütter eine Zeit der Umstellung, die körperliche Veränderungen mit sich bringt. Eine hormonelle Umstellung bewirkt, dass die Mundhöhle in der Schwangerschaft besonders sensibel auf Veränderungen des Körpers reagiert. So leiden Schwangere häufiger unter einer Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis), die unbehandelt in eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) übergehen kann.

„Prophylaxe in der Schwangerschaft“ – Umleitung auf pnc-aktuell.de