Parodontitis

Eine unterschätzte Gefahr

Zahnfleischbluten kann ernstere Ursachen haben, wenn die Symptome nach etwa sieben Tagen nicht aufhören. Der Grund kann eine Zahnfleischentzündung sein, die sich unbehandelt zu einer Parodontitis, also einer Entzündung des Zahnhalteapparats entwickeln kann. Von den ersten Anzeichen bis zur chronischen Erkrankung ist es schleichender Prozess, der meist sogar schmerzfrei ist. Bleibt eine Parodontitis unbehandelt, kann sie weitreichende Folgeschäden wie fortgeschrittenen Knochenabbau mit zunehmender Zahnlockerung haben, die langfristig den Erhalt der Zähne gefährdet.

Entzündetes blutendes Zahnfleisch kann Schmerzen beim Essen und Putzen, erschwerte Hygiene und Abbau von Knochen und Zahnfleisch entstehen lassen. © Zsolt Bota Finna / Fotolia.com

Ursachen und Folgen einer Zahnfleischbetterkrankung (Parodontitis)

Bakterielle Plaque begünstigt maßgeblich die Entstehung und Progression dieser multifaktoriell-bedingten Erkrankung. Unterbleibt deren konsequente Entfernung und kommt es dadurch zu einer erhöhten Plaqueakkumulation mit Ausbildung komplex organisierter Biofilme, ruft dies eine Vielzahl von komplexen entzündlichen und immunologischen Abwehrreaktionen hervor. Aus einer anfänglichen Entzündung des Zahnfleisches kann sich bei bestehender Plaqueakkumulation eine Parodontitis entwickeln, die durch einen entzündungsbedingten fortschreitenden Verlust an Knochen und Kollagen gekennzeichnet ist. Darunter leidet der Halt der Zähne. Bleibt die Entzündung erhalten, werden sie zunehmend lockerer, bis sie schließlich sprichwörtlich „ausfallen“.

Mehr zur Parodontitis erfahren
Mehr zur Periimplantitis erfahren