Mundgeruch

Mundgeruch – oder im Fachjargon „Halitosis“

25% aller Erwachsenen leiden zu bestimmten Tageszeiten unter Mundgeruch. Rund sechs Prozent leiden unter chronischem Mundgeruch. Kaum einer aber spricht darüber. Betroffene leiden zum Teil sehr stark darunter. Zum Teil werden sie erst von anderen auf den Mundgeruch aufmerksam gemacht.

Schlechter Mundgeruch ist für den Betroffenen und sein Umfeld eine Belastung. © Antonioguillem / Fotolia.com
Die Mundhöhle ist der mit Abstand häufigste Entstehungsort für Mundgeruch. Zu über 90% liegt Mundgeruch an einer nachlässigen Zahnpflege. Bakterien, die sich bevorzugt auf der Zungenoberfläche ansiedeln und vermehren, verstoffwechseln Nahrungsreste und produzieren dabei flüchtige, übel riechende Verbindungen. Bei länger anhaltendem schlechtem Atem können behandlungsbedürftige Krankheitsbilder wie Karies oder Parodontitis dahinter stecken. Mundtrockenheit, Stress oder Rauchen können den Mundgeruch verstärken. Auch Mangelernährung oder schlecht sitzende Prothesen können unangenehme Gerüche auslösen. In seltenen Fällen kann auch ein internistisches Problem (z.B. Erkrankung des Magens) die Ursache sein.

Wie können wir den Mundgeruch messbar machen

Eine ausführliche Diagnostik schließt die Untersuchung von Füllungen, Weichgewebe oder des Zahnbelags ein. Auch Riechtests, ggf. durch den Einsatz von Messgeräten, können erfolgen, um den Mundgeruch messbar zu machen und eine auf den Patienten abgestimmte Therapie zu wählen.

Wie kann Mundgeruch effektiv vorgebeugt werden?

Eine konsequente Prophylaxe, bestehend aus professioneller Zahnreinigung (2-3x jährlich), eine disziplinierte Mundhygiene mit Zungenschaber und Zahnseide, ggf. eine Ernährungsumstellung und bei Bedarf eine professionelle Zahnfleischtaschenbehandlung sind entscheidende Schritte auf dem Weg zur Beschwerdefreiheit.